Kanzlei Schumacher - Berlin
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Kooperationen
Dipl.-Psych. H. Ernst

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 “1zu1-Einsatz bei PsychoNot”, wofür “1zu1” steht

Der Verein ”1zu1-Einsatz bei PsychoNot” will interessierten Klienten Einzelbetreuung anbieten. Diese wird - ergänzend oder unabhängig von offiziellen Kostenträgern und langwierigen Beantragungsverfahren - schnell, unbürokratisch und flexibel zur Verfügung gestellt werden . Es soll die individuelle Einzel- und oder Gruppenbetreuung von Psychiatrieerfahrenen im Sinne einer Hilfestellung zur Bewältigung psychischer Probleme, Hilfestellung beim Training aller lebenspraktischer Fähigkeiten als Unterstützung der Betroffenen, angeboten werden.

Viele Maßnahmen in der Psychiatrie sind teuer und uneffektiv, da sie an den Bedürfnissen der seelisch Leidenden vollkommen vorbeilaufen. Möglicherweise verschlimmern sie seelische Not eher noch, als daß sie hilfreich wären. Trotzdem werden die Maßnahmen des Bereiches weder öffentlich diskutiert noch die entsprechenden Angebote kundenorientiert erweitert. Das Tabu, das über diesem Bereich liegt, verhindert jegliche breite Anteilnahme.
Oft, wenn sogenannte ”psychisch Kranke” in eine Krise geraten, ist nicht unbedingt ein Krankenhausaufenthalt notwendig, ein vertrauter Ansprechpartner, der ggf. einige Stunden oder Tage zur Verfügung steht, ist häufig vollkommen ausreichend und/oder besser geeignet, um die Krise zu bewältigen und einen Krankenhausaufenthalt zu verhindern.
 Es gibt bisher keine entsprechend flexiblen und finanzierten Angebote.
Menschen, die bisher nicht offiziell ”diagnostiziert” oder ”auffällig” geworden sind und sich in einer psychischen Notlage befinden, möchten sich oft nicht an ein Krankenhaus oder einen Psychiater oder Therapeuten wenden, da sie sich selbst nicht als ”Irre” sehen und daher die einschlägigen Hilfsangebote nicht in Anspruch nehmen möchten.
Auch dafür gibt es bisher keine entsprechend flexiblen und finanzierten Angebote.
In psychiatrischen Einrichtungen wie Übergangswohnheimen, thera peutischen Wohngemeinschaften etc., steht häufig nicht ausreichend Personal für eine intensive Einzelbetreuung zur Verfügung, obwohl diese phasenweise notwendig wäre. Die Gründe liegen, wie in fast allen sozialen Bereichen, in einem viel zu niedrig finanzierten Personalschlüssel. Das bestehende Personal wird mit immer umfangreicheren Verwaltungsauf gaben, z. B. Dokumentationen, Antragstellungen, Entwicklungsberichten, Reha-Bögen etc., von der eigentlichen menschlichen Betreuung abgehalten.
Iso-Zertifizierung und Qualitätsmanagement verschlingen zusätzliche Zeit und führen zu weiterem Formalismus und ausufernder Dokumentation. Kaum eine soziale Einrichtung kann es sich leisten, offiziell auf Zertifizierung und Qualitätsmanagement zu verzichten – denn die ist heut allerorten ”üblich” und scheint (besonders den Kostenträgern) Garant für gute Betreuung zu sein. Daß genormte Ordnerrücken und ausgefeilte Hygienepläne keine menschliche Zuwendung ersetzen können, wird nicht bedacht. Daß die Zeit, die Mitarbeiter der umfangreichen Dokumentationsführung widmen, nicht den Klienten gewidmet werden kann, wird auch nicht bedacht. Daß das Geld, was für ”Qualitätsmanagement” und Zertifizierung ausgegeben wird, nicht für weitere Mitarbeiter oder andere Maßnahmen verwendet werden kann, wird ebenfalls nicht bedacht. Auch in solchen Einrichtungen gibt es inzwischen Bedarf nach flexibel einsetzbaren Betreuern, welche sich ausschließlich den einzelnen Menschen widmen können und nicht für den ”allgemeinen täglichen Hausbetrieb” verantwortlich sind.
Auch dafür gibt es bisher keine entsprechenden Angebote.
Bei den offiziellen Kostenträgern ist es zwar möglich, einen Einzelfallhelfer oder betreutes Einzelwohnen zu beantragen – doch ist die Beantragung langwierig und die Bewilligung nicht sicher. Falls dieses bewilligt wird, ist die entsprechend abrechenbare Betreuungsstundenzahl vorgegeben, und kann nicht flexibel und nach den individuellen Erfordernissen gestaltet werden. Menschliche Bedürfnisse und Notlagen pflegen sich aber bis heute nicht nach amtlichen Vorgaben, ärztlichen Sprechstunden und Beantragungszeiträumen zu richten.
Der Verein ”1 zu 1-Einsatz bei PsychoNot” möchte diese große Lücke im Betreuungsangebot füllen.

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