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Kooperationen
Dipl.-Psych. H. Ernst

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Verein “PSYGOS”, wofür “PSYGOS” steht

PSYGOS möchte mit Information, Witz und Ästhetik das Thema "Psychiatrie" - vielleicht das "letzte große Tabuthema" - aufgreifen, der Allgemeinheit zugänglich machen, in der breiten Öffentlichkeit zur Diskussion stellen und so zur sozialen, gesellschaftlichen Integration,  Rehabilitation der "psychisch Kranken", der Psychiatrieerfahrenen beitragen.

Das Thema "Psychiatrie" - psychiatrische Behandlung, psychiatrische Störung, klassische Behandlungsmethoden und Alternativen - wird nach wie vor und trotz einiger Bemühungen in der breiten Öffentlichkeit tabuisiert. Vielleicht ist es das letzte große Tabuthema. Stigmatisierung, Scham, Schweigen und massive (nicht nur) soziale Ausgrenzung sind auch heute noch die Folgen. Daraus resultiert, daß Psychiatrie sich bestenfalls selbst hinterfragt.

Sie braucht sich nicht einer breiten, vielfältigen öffentlichen Debatte oder Diskussion zu stellen. Das wiederum gestattet es auch den Krankenkassen und anderen Kostenträgern, dem Aufbau von Alternativen zur herkömmlichen klinischen stationären Behandlung desinteressiert gegenüberzustehen.

Eine andere Art der Akutpsychiatrie ist z. B. der Ansatz der Soteria, wo in einer offenen, normalen Wohnatmosphäre und bei intensiver menschlicher Begleitung auf viele oder sogar alle Medikamente verzichtet werden kann und auch keine Zwangsmaßnahmen, wie z. B. Fixierungen, angewendet werden. So ist die Soteria in Bern, Schweiz, seit 12 Jahren fester Bestandteil der gemeindepsychiatrischen Versorgung und wird vom dortigen Gesundheitssystem finanziert. Das mit hohem finanziellen Aufwand der EU und des Landes Brandenburg in Frankfurt/Oder errichtete Modellprojekt "Soteria" mußte nach 2 Jahren seine erfolgreiche Arbeit einstellen und die laufende, langfristig eingeplante Begleitforschung der FU Berlin mußte abgebrochen werden, da weder die Krankenkassen noch andere Träger bereit waren, dieses Projekt weiter zu finanzieren. Zur Begründung wurde angeführt, daß die Krankenhäuser ausreichend Betten zur Verfügung stellen.

In Deutschland gibt es viele Projekte, denen es ähnlich ergeht. Die Soziale Psychiatrie ist im allgemeinen schon vollkommen ausgelastet, wenn sie ihren Klienten hilft und sich irgendwie finanziell über Wasser halten kann. Falls diese Projekte überhaupt Öffentlichkeitsarbeit betreiben, dann wendet sich diese vorrangig an Klienten und die "fachinterne Öffentlichkeit".
Eine Änderung in Richtung größerer Vielfalt, höherer Toleranz und echter sozialer Ein- gliederung wird sich nur durch erhöhte allgemeine Information und Diskussion in der breiten Öffentlichkeit ergeben. Psychiatrie und "Verrückt-Sein" ist ein in hohem Maß mit Angst besetztes Thema. Gerade in Deutschland haben große Teile der Bevölkerung erlebt und gelernt, daß "verrückte" Menschen zwangssterilisiert oder getötet wurden. Heutige hiesige Medien verzerren das Bild weiter, da sie ausschließlich über den Bereich der forensischen Psychiatrie berichten, und so das Bild des "gemeingefährlichen Irren", und damit die Angst weiter zementieren.Kaum jemandem ist bekannt, daß psychiatrische Störungen eine recht verbreitete Angelegenheit sind. Es ist aus dem gesamten psychiatrischen Bereich kaum etwas bekannt.

PSYGOS möchte mit Information, Witz und Ästhetik dies ändern, das "letzte große Tabuthema" aufgreifen, der Allgemeinheit zugänglich machen, in der breiten Öffentlichkeit zur Diskussion stellen, so zur sozialen, gesellschaftlichen Integration und Rehabilitation der "psychisch Kranken" beitragen. 

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